Am 18. Juli 2026 fand im Kreuzgangsaal der Kartäuserkirche unser Sommerfest statt. Der Saal war bald nach 15 Uhr gut besetzt mit altbekannten und auch weniger bekannten „neuen“ Personen, die zwischen den Programmpunkten intensiv und lebhaft in Gespräche vertieft waren. Dazu gab es ein reichhaltiges Buffet mit überwiegend selbstgemachten herzhaften und süßen Speisen, die viele Teilnehmer mitgebracht hatten. Der ehrenamtliche Küchendienst funktionierte bestens.
Zu Beginn begrüßte Eva Aras die Anwesenden herzlich, und das Kulturprogramm startete mit dem russisch-deutschen Chor Cantilene.
Mehrere russische Volkslieder und eine Romanze wurden mehrstimmig vorgetragen.
Danach hat das Ehepaar Fischer die Kurzgeschichte „Der Dicke und der Dünne“ von Anton Tschechow vorgetragen, ein Text, in dem der Untertanengeist im damaligen Russland satirisch, aber nicht bösartig illustriert wird.
Nachdem alle sich lebhaft unterhalten und gastronomisch gestärkt hatten, kam als Höhepunkt der Auftritt des Wolgograder Pianisten Andrej im Kapitelsaal der Kirche.
Unser Vereinsmitglied Monika Theil hatte Andrej bei einer Reise in Wolgograd kennengelernt und seitdem den Kontakt mit dem jungen Mann telefonisch gepflegt. Als er den Wunsch äußerte, Deutschland zu besuchen, hat sie das trotz einigem bürokratischen Aufwand möglich gemacht, sodass er bei seinem dreiwöchigen Deutschland-Aufenthalt unser Sommerfest bereichern konnte.
Andrej beschrieb in sehr gutem Deutsch und in bescheidener Art die Stücke, die er spielte. Es waren Komposition von Czerny, Chopin und von ihm selbst.
Das Publikum war begeistert, obwohl nur der etwas altersschwache Flügel im Kapitelsaal zur Verfügung stand und der Kirchenraum mit dem besseren Flügel versehentlich verschlossen blieb. Andrej spielte meisterhaft als routinierter Konzertpianist, als der er in Wolgograd trotz seiner Jugend (26 Jahre) bereits auftritt und dort mit seiner Anstellung als Tuba-Bläser in der Wolgograder Philharmonie sein Geld verdient.
Das Sommerfest wird allen, die dabei waren, noch lange in bester Erinnerung bleiben.

