Gedenkveranstaltung zum 8. Mai 2026 in Köln

Gedenkveranstaltung zum 8. Mai 2026 in Köln

Am 08. Mai 2026 sind etwa 100 Menschen dem Aufruf des Kölner Friedensforums, der VVN und des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Wolgograd gefolgt und haben am Denkmal am Hansaring des Endes der Naziherrschaft gedacht. Zu Beginn begrüßten Peter Foerster vom Kölner Friedensforum und Frederick Heinz vom AStA der Uni Köln die Anwesenden.

Valerij Ljubin und Marion Fischer trugen das Gedicht „Das erste Ferngeschoss auf Leningrad“ (1941) von Anna Achmatowa auf Russisch und Deutsch vor. Schon zu Beginn der Veranstaltung wurden ein Kranz und ein Gesteck am Gedenkstein niedergelegt.

 

 

 

 

 

 

 

Peter Trinogga von der VVN erinnerte in seiner Rede daran, warum wir uns immer wieder zu diesem Anlass und an diesem Platz versammeln. Er schilderte ausführlich, dass hier die Kölner Gestapo Gefängnis und Folterkeller einrichtete und ihre Mordtaten verübte, und dass genau hier sieben namentlich unbekannte Opfer der Nazis begraben sind, an die der Gedenkstein erinnert. Wir müssten immer wieder und gerade heute gegen Militarismus und Krieg Stellung beziehen.

 

 

 

Heike Hupe vom Städtepartnerschaftsverein verlas eine Grußbotschaft des ehemaligen Oberbürgermeisters von Wolgograd, Juri Starovatych, der die Städtepartnerschaft zusammen mit Norbert Burger begründet hatte und der in seiner Botschaft dafür plädierte, die Gräben nicht aufzureißen, sondern zuzuschütten.

Luis vom Schulstreikkomitee hat engagiert auf die aktuellen Aktivitäten der Schüler gegen die Wiederbelebung der Wehrpflicht aufmerksam gemacht und gegen die um sich greifende Kriegspropaganda Stellung bezogen. Danach sang Eva Aras vom Städtepartnerschaftsverein auf Russisch das Lied „Die dunkle Nacht“, begleitet von Michael Kellner auf der Gitarre.

Albrecht Kieser stellte die erst kürzlich gegründete Initiative „70 +“ vor, in der sich ältere Menschen für Frieden und Diplomatie, gegen Aufrüstung und Krieg engagieren. Viele von ihnen seien als Kinder und Jugendliche noch durch die Kölner Trümmerlandschaften gelaufen, die ein Ergebnis des von Deutschland begonnenen Krieges waren. Erfreulicherweise haben sich bereits viele jüngere Menschen den Aktivitäten der 70+ Initiative angeschlossen.

Abschließend trugen Valerij Ljubin und Marion Fischer das Gedicht „Kriegswind“ von Anna Achmatowa auf Russisch und Deutsch vor. Die Veranstaltung wurde beendet mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Die Moorsoldaten“ und mit dem Angebot, Nelken am Gedenkstein niederzulegen.