Erklärung des Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd e.V. zum Ukrainekonflikt

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln – Wolgograd verfolgt mit Erschrecken und tiefer Betroffenheit die militärischen Auseinandersetzungen, die zur Zeit auf ukrainischem Boden stattfinden. Unsere Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Feindseligkeiten und den Beginn von substanziellen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sind immer wieder enttäuscht worden. Ein Ende der Feindseligkeiten zwischen Russen und Ukrainern ist nicht abzusehen. Die Kämpfe sind nicht nur geeignet, das Nachbarschaftsverhältnis zwischen Russland und der Ukraine auf Dauer zu vergiften, sie stellen auch eine fortwährende Gefahr für den gesamteuropäischen Frieden dar.

Beiden Völkern stehen wir als Partnerschaftsverein nahe. Wir fordern mit Nachdruck, dass die Waffen endlich zum Schweigen gebracht werden, damit das Leid der ukrainischen Zivilbevölkerung ein Ende findet und nicht länger junge Menschen auf beiden Seiten sterben müssen. Wir appellieren an die verantwortlichen PolitikerInnen der am Konflikt beteiligten Länder: Zeigen Sie den Willen zum Frieden. Geben Sie Verhandlungen eine Chance, sie müssen unverzüglich beginnen! Deren Ziel muss ein Abkommen sein, das den Sicherheitsinteressen Russlands und der Ukraine gerecht wird. Nur auf diesem Wege kann das Blutvergießen beendet werden, einen Sieg der Waffen wird es nicht geben!

Wir engagieren uns für die Städtepartnerschaft der Stadt Köln mit Wolgograd (dem früheren Stalingrad), weil wir nicht vergessen haben, wie viel Leid und Zerstörung der vom Deutschen Reich geführte Zweite Weltkrieg dieser Stadt, Russland und der Ukraine sowie der ganzen Sowjetunion gebracht hat. Wir sind überzeugt, dass die Völkerverständigung durch den persönlichen Kontakt zwischen den Menschen ein guter Beitrag ist zur Bewahrung des Friedens.

Eva Aras                  Prof. Dr. Rüdiger Kipke 
(Vorsitzende)        (Stellvertretender Vorsitzender)

20. September 2022